WBS & Mieter: Einkommensgrenzen für Studenten in Deutschland
Was ist der WBS?
Der Wohnberechtigungsschein (WBS) ist eine kommunale Bescheinigung, die feststellt, ob Sie Anspruch auf öffentlich geförderten Wohnraum haben. Grundlage und Voraussetzungen für geförderten Wohnraum regelt das Wohnraumförderungsgesetz (WoFG). [2] Der WBS selbst wird meist von der Stadt- oder Kreisverwaltung ausgestellt und enthält Angaben zur Person und zur zugelassenen Wohnungsgröße.
Wer ist berechtigt und welche Rechtsgrundlagen gelten?
Ob Sie als Mieter oder studentischer Haushalt Anspruch auf einen WBS haben, hängt von Einkommen, Haushaltsgröße und regionalen Höchstgrenzen ab. Mietrechtliche Pflichten und Rechte von Vermieter und Mieter sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt, insbesondere in den §§ 535–580a. [1] Für Fragen zur Zuteilung des WBS ist jedoch primär das WoFG maßgeblich. [2]
Typische Kriterien (Beispiele)
- Antragsformular: WBS-Antrag bei Ihrer Stadtverwaltung ausfüllen und abgeben.
- Einkommensnachweise: Gehaltsabrechnungen, BAföG-Bescheide oder Einkommensbescheinigung der Eltern.
- Haushaltsnachweis: Immatrikulationsbescheinigung und Nachweise über Haushaltsmitglieder.
Wie prüfen Sie die Einkommensgrenzen praktisch?
Prüfen Sie zuerst die Vorgaben Ihrer Kommune: Städte und Kreise veröffentlichen oft die lokalen Einkommensgrenzen für den WBS. Sammeln Sie dann die nötigen Belege und vergleichen Sie Ihr jährliches Gesamteinkommen mit den veröffentlichten Höchstgrenzen. Bei Unsicherheiten hilft die Sozialstelle Ihrer Stadt oder das Wohnungsamt.
- Antragsformular (WBS-Antrag) vollständig ausfüllen.
- Einkommensnachweise beifügen (Lohnabrechnungen, BAföG, Stipendium).
- Immatrikulationsbescheinigung oder Nachweis über Haushaltsangehörige beilegen.
Was tun, wenn der Antrag abgelehnt wird?
Bei Ablehnung prüfen Sie den Ablehnungsbescheid genau: Dieser muss Gründe und eine Rechtsbehelfsbelehrung enthalten. Widerspruch oder Klage sind möglich; für mietrechtliche Streitigkeiten ist in der Regel das Amtsgericht zuständig. [4] Bei grundsätzlichen Rechtsfragen und Präzedenzfällen können Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) relevant sein. [3]
FAQ
- Kann ein Student mit Nebenjob einen WBS bekommen?
- Das hängt von der Höhe des Gesamteinkommens und den örtlichen Grenzwerten ab; in vielen Fällen ist ein Nebenjob bis zu einer Grenze möglich.
- Muss ich meinen WBS jedes Jahr verlängern?
- Der WBS hat je nach Kommune eine feste Gültigkeitsdauer; informieren Sie sich beim Wohnungsamt Ihrer Stadt.
- An wen wende ich mich bei Streit um den WBS?
- Widerspruch gegen einen Verwaltungsakt richtet sich an die ausstellende Behörde; bei gerichtlicher Klärung sind die Verwaltungs- und gegebenenfalls Zivilgerichte zuständig.
Anleitung
- Prüfen: Informieren Sie sich auf der Website Ihrer Stadt über lokale Einkommensgrenzen und Voraussetzungen.
- Unterlagen sammeln: Einkommensnachweise, Immatrikulationsbescheinigung und Ausweisdokumente bereitstellen.
- Antrag einreichen: WBS-Antrag persönlich oder elektronisch beim Wohnungsamt einreichen.
- Bescheid abwarten: Fristen beachten; bei Ablehnung Widerspruch innerhalb der genannten Frist prüfen.
Kernaussagen
- Prüfen Sie lokale Einkommensgrenzen, da sie zwischen Kommunen variieren.
- Sammeln Sie vollständige Nachweise, das beschleunigt die Entscheidung.
- Nutzen Sie das Wohnungsamt oder die Sozialstelle Ihrer Stadt für konkrete Fragen.
Hilfe und Unterstützung / Ressourcen
- Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) - Gesetze im Internet
- BGB §§535–580a (Mietrecht) - Gesetze im Internet
- Bundesgerichtshof (BGH) - Entscheidungen und Informationen
